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Die Turteltaube ist der Vogel
des Jahres 2020
 

Im Gegensatz zu unseren anderen Tauben sind sie die einzigen, die sich auf den langen Weg nach Afrika machen: Turteltauben verbringen ihren Winter südlich der Sahara. In ihre Butgebiete kehren sie Ende April bis Mitte Mai zurück. Hier leben sie vor allem in der vom Menschen genutzten Kulturlandschaft oder in lichten Wäldern. Turteltauben ernähren sich fast ausschließlich vegan: Am liebsten picken sie Wildkräuter- und Baumsamen vom Boden.

Der Gesang der Turteltaube wirkt zarter, aber eintöniger als bei anderen Tauben und lässt sich gut von anderen Vogelstimmen unterscheiden. Ihr namensgebendes, fast schnurrendes, tiefes „turrr-turrr-turrr“-Gurren trägt sie ausdauernd und manchmal tonal wechselnd vor. Wie ihre Verwandten hat auch die Turteltaube eine rundliche Gestalt mit kleinem Kopf. Mit einer Körperlänge von 25 bis 28 Zentimetern und einer Flügelspannweite von 45 bis 50 Zentimetern ist sie jedoch kleiner und viel graziler. Auch ihre Flügel unterscheiden sich deutlich: Schlank und spitz zulaufend ermöglichen sie einen schnellen Flug für den weiten Zugweg. Foto: NABU, Rosl Rößner



Rat und Hilfe

Für Rat- und Hilfesuchende haben wir eine Seite mit Hinweisen und Kontaktadressen zusammengestellt.

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Aktuelles und Veranstaltungen


Jahresprogramm 2020

Wegen der Corona-Pandemie gibt es derzeit noch kein Programm für das Jahr 2021.


Programm 2020 des NABU-Altstadt
als pdf-Datei



Mitglied im NABU werden

Werden Sie Mitglied in einer starken Gemeinschaft - treten Sie ein für Mensch und Natur!

Der NABU Deutschland ist seit über 100 Jahren im praktischen Naturschutz aktiv, um die Vielfalt unserer heimischen Tier- und Pflanzenwelt zu erhalten.
Heute betreut der NABU mehr als 5.000 Schutzgebiete in ganz Deutschland. Damit wir auch in Zukunft die Vielfalt und Schönheit der Natur vor unserer Haustür genießen können, braucht sie Ihren Schutz.

Die NABU Ortsgruppe Altstadt wurde 1980 gegründet und setzt Akzente in verschiedenen Bereichen des Natur- und Umweltschutzes. Von der Ausweisung und Betreuung spezieller Naturschutzgebiete wie dem „Höllengraben“ und dem „Kühnbruch“ über die Pflege von Biotopen wie Streuobstwiesen, Heckenzügen und Trockenrasen finden auch regelmäßig Pflanzaktionen statt. Aber auch zu regionalen ökologischen Brennpunkten bezieht der NABU Altstadt Stellung. Ein weiterer Schwerpunkt ist die „Biotopvernetzung“. Deswegen werden regelmäßig Grundstücke erworben; derzeit nennt der NABU Altstadt ca. 75.000 Quadratmeter Grund und Boden sein Eigen.

Hier geht es zum Aufnahmeantrag in den NABU mit weiteren Informationen. Sie können uns natürlich unter folgenden Kontaktadressen auch direkt ansprechen.


Handy-Recycling für einen guten Zweck

Wenn Sie ein ausgedientes Handy haben, geben Sie es bitte beim NABU ab.

Der NABU setzt sich seit 2006 für das Handyrecycling ein und hat zahlreiche Sammelstellen für Handys (samt Zubehör) etabliert. Für jedes abgegebene Alt-Handy erhält der NABU derzeit 1,60 Euro. Allein 2018 sind deutschlandweit mehr als 58.000 Handys gesammelt worden.

Auch bei der NABU Ortsgruppe Altstadt können ausgediente Handys abgegeben werden, und zwar bei Dieter Geib in der Querstraße 1 in Altstadt. Werfen Sie das Handy einfach in den Briefkasten. Eine weitere Sammelstelle befindet sich in der "Bliesapotheke" in der Bahnhofstraße in Limbach.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung.


Morgens ein Konzert erleben

Besonders in Frühjahr und Sommer können Frühaufsteher am Morgen ein wahres Vogestimmenkonzert erleben. Doch nicht jeder Vogel stimmt zur gleichen Zeit ein. An der Vogeluhr können Sie ablesen, wie viele Minuten vor Sonnenaufgang die Vögel mit ihrem Gesang beginnen. Außerdem können Sie sich den Gesang der einzelnen Vögel anhören.


Von der Amsel bis zum Zilpzalp



die häufigsten Gartenvögel auf einen Blick

Am besten achtet man auf mehrere Kennzeichen, um eine Vogelart sicher zu identifizieren: Größe und Gestalt, Färbung des Gefieders, das Verhalten und natürlich der Gesang bieten Anhaltspunkte. Oft ist es zuerst die Stimme, die auf einen Vogel aufmerksam macht, noch bevor wir ihn zu Gesicht bekommen.

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NABU-App "Vogelwelt"

Für die Vogelbestimmung war lange Zeit ein gutes Bestimmungsbuch unverzichtbar. Das ist es im Prinzip immer noch, doch das "Buch" muss heute nicht mehr aus Papier sein.

Über 1.000 freigestellte Fotos von 308 Arten in ihren typischen Federkleidern machen diese App einzigartig!

Die wichtigsten Funktionen sind das Bestimmen, Vergleichen und Melden. Vogelstimmen und Videos können zur kostenlosen Basisversion hinzugekauft werden. Das lohnt sich doppelt, denn der Erlös geht auch an den NABU.

Weitere Informationen beim NABU

(Foto: NABU)


Naturschutz im Saarland




Naturschutz in Deutschland


Der NABU Altstadt ist eine gemeinnützige Einrichtung; daher sind Spenden steuerlich absetzbar. Erbschaften und Vermächtnisse an den NABU sind steuerbefreit.
Kontoverbindung


Rotkehlchen
Foto: Marion Geib


Vogel des Jahres 2021 - In diesem Jahr kann jeder mitwählen!

Die Vorwahlphase der ersten öffentlichen Wahl zum „Vogel des Jahres“ ist beendet. Es wurden bundesweit ca. 130.000 Stimmen abgegeben. Die Stadttaube hat es auf den ersten Platz in der Vorwahl geschafft, danach folgen Rotkehlchen, Amsel, Feldlerche, Goldregenpfeifer, Blaumeise, Eisvogel, Haussperling, Kiebitz und Rauchschwalbe. Der Rotmilan auf Rang 11 verpasste den Einzug in die Endrunde nur sehr knapp – um genau 100 Stimmen.

Am 18. Januar geht es weiter! Im Januar kannst du deine Favoriten aus den zehn Siegern der Vorwahl wählen. Das Abstimmungsformular für die Hauptwahl wird am 18. Januar auf www.vogeldesjahres.de freigeschaltet. Gib bis zum 19. März deine Stimme ab! Noch am gleichen Tag wird der gefiederte Wahlsieger verkündet und zum „Vogel des Jahres 2021“ ernannt.

Der NABU und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) rufen erstmals die Bevölkerung in Deutschland dazu auf, den „Vogel des Jahres 2021“ selbst zu wählen. Ab sofort kann jeder unter www.vogeldesjahres.de den eigenen Lieblingsvogel nominieren.

Die erste öffentliche Wahl zum 50. Jubiläum der Aktion „Vogel des Jahres“ verläuft in zwei Phasen. Bis zum 15. Dezember werden aus insgesamt 307 Vogelarten die Top-Ten-Kandidaten ermittelt. Hierbei stehen alle in Deutschland brütenden sowie die wichtigsten Gastvogelarten des Landes zur Auswahl. Die zehn von der Bevölkerung meist nominierten Vogelarten gehen dann ab dem 18. Januar ins finale Rennen um den Titel. Am 19. März 2021 verkünden NABU und LBV den ersten öffentlich gewählten Vogel des Jahres.

Rund 45 Prozent der heimischen Brutvogelarten stehen auf der „Roten Liste gefährdeter Arten“, sieben weitere Prozent auf der entsprechenden Vorwarnliste. Besorgniserregend ist vor allem die Situation von Kiebitz, Rebhuhn und Feldlerche sowie vieler anderer Vogelarten in der Agrarlandschaft. Deutschland verzeichnet seit 1980 bei den Feldvögeln eine Bestandsabnahme von 34 Prozent. Mehr als zehn Millionen Vogelbrutpaare sind damit bereits von den Wiesen und Feldern Deutschlands verschwunden.

Die Intensivierung der Landwirtschaft schreitet ungebremst voran. Immer mächtigere Maschinen auf immer größeren Feldern lassen den Vögeln immer weniger Lebensraum. In den riesigen leergeräumten Monokultur-Landschaften finden sie keine Nahrung mehr, selbst Feld- und Wegränder werden immer kleiner. Wir brauchen dringend eine andere Form der Landwirtschaft, um die Feldvögel zu retten.“ Auch viele weitere Vogelarten kämpfen mit Problemen. So verliert der Mauersegler zum Bespiel bei der unbedachten Renovierung von Gebäuden seine Brutplätze und die Klimaerwärmung lässt den Lebensraum des Alpenschneehuhns schrumpfen.

Bild: Bienenfresser, Foto: Marion Geib


Stunde der Wintervögel 2021

Vögel beobachten und zählen

Die „Stunde der Wintervögel“, die vom 8. bis 10. Januar stattfand, hat alle Rekorde gebrochen: Bis zum Morgen des 13. Januar meldeten bereits über 185.000 Vogelfreundinnen und -freunde ihre Ergebnisse an den NABU und seinen bayerischen Partner, den Landesbund für Vogelschutz (LBV). Gesichtet wurden bisher über 4,4 Millionen Vögel aus über knapp 130.000 Gärten. Die Zahlen werden noch weiter steigen, da bis kommenden Montag noch nachgemeldet werden kann.

„Das Zwischenergebnis hat damit bereits die bisherige Rekordteilnahme aus dem Vorjahr weit übertroffen“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Wir freuen uns sehr über die stetig wachsende Beliebtheit unserer wissenschaftlichen Mitmachaktion. Sicherlich hat auch der derzeitige Corona-Lockdown dazu geführt, dass mehr Menschen ihr Interesse für die Natur vor der eigenen Haustür entdecken. Vielleicht ergibt sich daraus bald auch mehr Engagement für den Vogelschutz im eigenen Garten. “

Weniger erfreulich sind die Ergebnisse der Zählung. „Die Gesamtzahl von derzeit 34,3 Vögeln pro Garten stellt den bisher niedrigsten Wert seit Beginn der Aktion im Jahr 2011 dar“, so NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann. „Insgesamt ist das Ergebnis fast ein Spiegelbild des Winters 2017. Auch damals fehlten besonders die typischen Futterplatzbesucher, wie Kohlmeisen, Schwanzmeisen, Kleiber, Gimpel und Kernbeißer – alles Arten deren Winterbestände auf den Zuzug von Artgenossen aus dem Norden angewiesen sind. Dieser ist im bis kurz vor der Zählung europaweit sehr milden Winter wohl teilweise ausgeblieben.“ Auch Blaumeisen wurden weniger gesichtet. Ob und wie das Blaumeisensterben aus dem Frühjahr 2020 hier Spuren hinterlassen hat, muss aber erst noch ausgewertet werden.

Im Gegensatz dazu haben derzeit einige sesshafte Arten und solche, die kalte Winter meiden, besonders gute Bestände in Deutschlands Gärten. Allen voran der Haussperling, der wie in allen milden Wintern auf Platz eins der Wintervogelrangliste flatterte. Mit 6,83 Vögeln pro Garten erreicht er voraussichtlich ein neues Rekordergebnis.  Einen neuen Rekord schafft auch die Ringeltaube, die damit sogar zum achthäufigsten Wintervogel in Deutschlands Gärten wird. Grund ist zum einen die Bestandszunahme der Art, aber auch eine zunehmend geringere Zugneigung dieses Teilziehers. Auch das Rotkehlchen scheint sich über den milden Winter zu freuen und erreicht sein bestes Ergebnis nach 2011.

Ein besorgniserregend schwaches Ergebnis, das nicht mit dem Wetter erklärt werden kann, liefert der Grünfink. Sein Abwärtstrend setzt sich leider unverändert fort. Diesmal wurden nur  noch 0,9 Grünfinken pro Garten gemeldet. Damit gibt es heute nur noch ein Viertel der Grünlinge, die 2011 die Gärten bevölkerten. Als Ursache gelten vor allem Infektionen mit Trichomonaden an sommerlichen Futterstellen, aber wohl auch, dass auf landwirtschaftlichen Flächen  das Nahrungsangebot für diese Art knapper geworden ist.

Meldungen sind noch bis zum 18. Januar möglich.

Weitere Informationen - insbesondere die Zahlen im Saarland und in den einzelnen Landkreisen - beim NABU

Foto: Nabu.de


Vögel im Winter oder sogar ganzjährig füttern ?

Ob man Vögel bei uns im Winter oder auch ganzjährig füttern soll, wird weiterhin kontrovers diskutiert. Wenn man sich für ein Füttern entschließt, sollte nach Ansicht des NABU jedoch folgendes beachtet werden:

Damit können Vögel im Winter bedenkenlos gefüttert werden:

  • Gefriergetrocknete Insekten (z.B. Mehlwürmer: getrocknete Mehlwürmer bis zu 60 Minuten in warmem Wasser einweichen, bevor sie verfüttert werden.)
  • Sonnenblumenkerne
  • Hirse, Maisflocken, weich gekochter Reis ohne Salz
  • Bucheckern, Äpfel, Rosinen, Haselnüsse, getrocknete Beeren
  • Maiskörner, Hanf-, Mohn- oder Leinsamen
  • Reis, Erbsen, Bohnen, Linsen (nur für Tauben und andere größere Vögel geeignet)
  • Weizen- und Gerstenkörner (nur für Tauben und Fasane)
  • Folgendes sollte nicht an Vögel verfüttert werden:

  • Trockener Hundekuchen (kann nur eingeweicht verzehrt werden)
  • gesalzene oder geröstete Erdnüsse
  • Unbehandelte Erdnüsse (sie können das Gift Aflatoxin enthalten und sollten nur von zertifizierten Händlern/Marken gekauft werden, und niemals im Frühling oder Sommer verfüttern, da sie eine Erstickungsgefahr darstellen, wenn sie an Küken weiter verfüttert werden.
  • Futtermischungen von unzertifizierten Händlern/Marken (sie können durch mangelnde Hygiene in der Produktion Salmonellen und Ambrosiasamen enthalten.
  • Kekse (Vögel können an den harten Klumpen ersticken und sie enthalten Zucker)
  • Milch (Vögel bekommen Magenbeschwerden und können sogar daran sterben)
  • Kokosnussflocken (schwellen im Vogel an, kann zum Tode führen)
  • Brot (quillt im Magen auf, kann schon verschimmelt sein und enthält Salz)
  • Heimtierfutter (Nassfutter)
  • Für eine Vogelfütterung spricht nach derzeitiger Studienlage:

    Vögel zu füttern kann die Interaktion zwischen Menschen und Wildtieren fördern und darüber das Umweltbewusstsein stärken. Studien haben gezeigt, dass Menschen, die Vögel füttern, sich entspannter und mehr mit der Natur verbunden fühlen. Diese Menschen gingen davon aus, den Vögeln etwas Gutes zu tun.

    In den USA konnte in einer Studie gezeigt werden, dass sich mit einer über drei Jahre durchgeführten Ganzjahresfütterung die Gesundheit der Tiere verbesserte. So stiegen die Antioxidantien-Level, der Stress nahm ab und das Federwachstum wurde beschleunigt. Darüber hinaus wiesen einige Arten eine verbesserte angeborene Immunabwehr auf.

    Forscher fanden einen positiven Zusammenhang zwischen einer Fütterung mit Erdnüssen im Winter und dem Fortpflanzungserfolg. Gefüttert wurde vom 1. November 2005 bis zum 8. März 2006 und damit bis zu etwa 6 Wochen bevor die ersten untersuchten Vögel ihre Eier legten. In ihrer Studie legten die Vögel, die im Winter gefüttert worden waren, ihre Eier im Mittel 2,5 Tage früher und konnten im Frühjahr im Durchschnitt fast ein Junges pro Nest mehr großziehen als Vögel auf den Vergleichsflächen ohne Fütterung.

    Eine Meta-Studie über 59 Studien fand darunter nur drei Studien, die negative Effekte auf den Bruterfolg nachwiesen, 55% der Studien fanden keine Auswirkungen auf den Bruterfolg. Allerdings fanden diese Studien überwiegend im ländlichen Raum statt, nur drei der Studien untersuchten die Auswirkungen im urbanen Raum.

    Gegen eine Vogelfütterung spricht:

    Eine Studie kommt zu dem Schluss, dass sehr wahrscheinlich die natürliche Selektion durch Vogelfütterung künstlich gestört wird. Sowohl Fortpflanzung, Verhalten als auch Demographie und Verbreitung werden durch die Fütterung beeinflusst.

    In England wurden über einen Zeitraum von 40 Jahren 133 Vogelarten an Futterhäuschen beobachtet, was etwa 52 % aller vorkommenden Arten (ohne Zugvögel) entspricht. Über die Jahre nahm die Anzahl unterschiedlicher Vogelarten an Futterhäuschen zu, was möglicherweise in Zusammenhang mit der zunehmenden Anzahl an Futterhäuschen und der steigenden Futtervielfalt steht. Für zwei Drittel der 39 Vogelarten, die regelmäßig an Futterstellen kommen, wurde eine positive Bestandsentwicklung parallel zur Steigerung der verfügbaren Futtermenge zwischen 1973 und 2012 festgestellt. Die Forscher stellten weiterhin eine Umstrukturierung von Vogelgemeinschaften auf nationaler Ebene durch Fütterung fest: Während Arten, die oft an Futterhäuschen gesichtet werden, überwiegend ein Populationswachstum erfahren, nimmt die Populationsgröße der Arten, die selten oder gar nicht zu  den Futterhäuschen kommen, ab. Ebenfalls in England wurden in einer dreijährigen Untersuchung eine geringere Anzahl Eier und geschlüpfter Küken an Standorten mit Zufütterung nachgewiesen. Durch die Zufütterung legten die untersuchten Vögel ihre Eier jedoch früher als Artgenossen ohne Futterstelle und auch die Brutzeit verkürzte sich signifikant.

    Von der FU Berlin wurde eine Studie auf zwei Berliner Friedhöfen zur Fütterung mit Meisenknödeln im Frühjahr durchgeführt. Untersucht wurden dabei Kohl- und Blaumeisen. Die Ergebnisse zeigten, dass in dem Gebiet mit Zufütterung bei gleicher Gelegegröße 47% der Küken nicht geschlüpft sind, wohingegen auf der Vergleichsfläche ohne Fütterung nur 13% der Küken nicht schlüpften. Dafür waren die wenigen Jungvögel, die schlüpften, größer und schwerer als die, deren Eltern keine Zufütterung erhielten. Es konnte auch nachgewiesen werden, dass die Meisen die Knödel auch zur Fütterung ihrer Küken verwendeten. Als Ursachen für die geringere Schlupfrate könnte demnach ein sehr hoher Fettanteil, der sich negativ auf die Fruchtbarkeit auswirkt, in Frage kommen. Auch Stress für die Mütter am Futterplatz durch das hohe Vogelaufkommen dort und eine mögliche Krankheitsübertragung über das Futter könnten wichtige Faktoren sein. Um die Ursachen zu klären, wären aber weitere Experimente nötig. Die Forscher empfehlen, auf Meisenknödel zu verzichten, da diese zu 95 % aus Fett bestehen und keine artgerechte Ernährung darstellen. Vielmehr sollten stattdessen getrocknete Mehlwürmer, Sonnenblumenkerne und Rosinen zur Fütterung verwendet werden.

    In gekauften Futtermischungen können Ambrosiasamen enthalten sein. Die Beifuß- Ambrosie wird so ungewollt ausgesät - die hoch allergenen Pollen können dann bald zu allergischen Reaktionen der Augen und Atemwege führen. Obwohl das Label „Ambrosia kontrolliert“ auf einigen Futtermischungen prangt, enthalten diese teilweise wesentlich höhere Ambrosiaanteile als das Verbraucherschutzministerium empfiehlt. Auch weitere Neophyten könnten in den Mischungen enthalten sein und durch die Fütterung ungewollt verbreitet werden.

    Den ausführlichen Bericht des NABU LV Berlin mit Angaben zu den Quellen finden Sie hier (pdf).


    Kuschelhöhlen für Winterschläfer

    Winterquartiere für Säugetiere im Garten

    Kleine Säugetiere verbringen ihren Winterschlaf gerne in unseren Gärten. Eine naturnahe Gestaltung und etwas Unordnung helfen den Tieren schon sehr. Durch einfache Maßnahmen ermöglichen wir den kleinen Winterschläfern einen ruhigen Winter und einen guten Start ins nächste Frühjahr.

    Zum Beispiel der Igel

    Sie brauchen verschiedene Lebensräume, um gut über das Jahr zu kommen: Wiesen, Feldraine, Gebüsche, aber auch Laubhaufen und Totholz beherbergen viele Leckerbissen und bieten dem Stacheltier eine kuschelige Höhle, gerade in der kalten Jahreszeit. Da es auf Feldern und Wiesen davon jedoch immer weniger gibt, ist es für den Igel schwierig, bis Mitte November richtig satt zu werden und sich anschließend in Laub und Reisig für den Winter sicher einzuigeln. Dieser Mangel in der Kulturlandschaft lässt die Igel vielerorts in Gärten und Parks flüchten. Mittlerweile sind aber auch diese oft viel zu aufgeräumt, bieten zu wenig Nahrung und sind dadurch für den Igel ungeeignet.

    Mitte November begeben sich Igel auf die Suche nach einem Winterquartier, um es sich dort für die nächsten vier bis fünf Monate gemütlich zu machen. Wie alle winterschlafenden Tiere vollbringen Igel dabei eine große Leistung, so schaffen sie es, ihre Körperfunktionen über einen langen Zeitraum fast gänzlich zurückzufahren, weshalb sie auf keinen Fall gestört werden sollten. Ab und an erwachen sie kurz und schlafen dann aber gleich weiter. Das Ganze kostet jede Menge Energie. Ein sicheres Quartier ist also enorm wichtig. Ein naturnaher Garten bietet viel Nahrung und viele geschützte Ecken.

    Weitere Informationen beim NABU

    Foto: NABU.de


    Blühwiese des NABU Altstadt

    Die Hummeln brummeln, die Bienen summen, dass es eine wahre Pracht ist. Allein die Schmetterlinge machen sich im Moment noch etwas rar: Ein Bild leuchtender Blüten- und Farbenfülle bietet im Moment die Blühfläche, die der Altstadter Naturschutzbund angelegt hat. Auf einem Areal von mehr als 4000 Quadratmetern, unmittelbar angrenzend an das ehemalige Naturschutzgebiet „Höllengraben‟ in Richtung Beeden, wurde vor drei Monaten in Kooperation mit dem örtlichen Landwirt Ralf Körner das Saatgut ausgebracht, das nun im Hochsommer wie geplant neuen Lebensraum für Insekten bietet. Gefördert vom Bundesverband des Naturschutzbundes mit Mitteln aus dessen Projekt „Wildblumenwiesen‟, können nun die positiven Effekte einer solchen Blühfläche hautnah unter die Lupe genommen werden.

    Zwischen Erdbeeräckern und Maisfeldern platziert, ist eine wahre Biotopinsel inmitten intensiver landwirtschaftlicher Nutzung geschaffen worden, unterstreicht Dieter Geib. In seinen Händen liefen die Fäden für die durchaus nicht unkomplizierte Organisation im Vorfeld zusammen. Zuschussanträge waren zu formulieren, Grundstücksfragen zu klären und schließlich die passenden Sämereien zu beschaffen. „Die Wahl fiel auf die Veitshöchheimer Bienenweide, eine Zusammenstellung, die auf die Bodenbeschaffenheit und klimatischen Verhältnisse bei uns am ehesten abgestimmt ist‟, skizziert der NABU-Streiter. Fast 50 verschiedene und zu unterschiedlichen Zeitpunkten aufblühende Pflanzen sind darin vertreten. Und obwohl es seit der Aussaat Ende Mai kaum geregnet hat, hat sich die Parzelle auffällig entwickelt – möglicherweise bedingt durch das benachbarte Feuchtgebiet am Höllenbrunnen.

    Waren es am Anfang nur kleinere Pflanzen wie etwa Buchweizen, Kornblume oder Hundskamille, die zum Vorschein kamen, so sorgen nunmehr viele Sonnenblumen für ein regelrechtes Meer aus Gelb. Dazwischen gedeihen aber auch Blautöne in unterschiedlichsten Varianten: Besonders Borretsch, Rainfarn-Phazelie, Natternkopf und verschiedene Malven wirken anziehend auf die unterschiedlichsten Insektenarten, wie der Altstadter Umweltverband jetzt bei einer ersten umfassenden „Inspektion‟ feststellen konnte. Mit „modernen‟ Hilfsmitteln wie etwa speziellen Handy-Apps wurden Pflanzen bestimmt und so unter die Lupe genommen, welche der Sämereien es denn tatsächlich bis zur Blüte geschafft haben.

    Selbst die nur in geringer Menge beigemischten „Küchenkräuter‟ wie Thymian (0,2 Prozent), Petersilie (0,6 Prozent). Salbei, Koriander und Dill (jeweils knapp 5 Prozent) konnten aufgespürt werden. Dass die Sonnenblume mit über zehn Prozent Beimengung freilich den stärksten Anteil hat, ist augenblicklich schwerlich zu übersehen. „Das umfassende Bienen- bzw. Insektensterben ist ja schon seit geraumer Zeit in den Schlagzeilen. Die Vielfalt unter den Insekten und auch deren Anzahl gehen immer weiter zurück, viele Arten finden keinen Lebensraum mehr in der vom Menschen stark veränderten, intensiv genutzten Landschaft‟, skizziert Dieter Geib die Hintergründe des Altstadter NABU-Projektes. Insbesondere die große Fläche, die das Blütenparadies einnimmt, sei ausdrücklich hervorzuheben. Auf diese Weise könne ein wirkungsvoller Beitrag gegen das Artensterben geleistet werden. Im übrigen profitierten auch eine Vielzahl von Vogelarten vom mit Sämereien reich gedeckten Tisch.

    Angelegt ist das Projekt auf mehrere Jahre, also einigermaßen nachhaltig. Wenn im Herbst alles abgeblüht sei, werde Landwirt Körner die abgedörrten Reste mähen, so dass die Sämereien sich aufs Neue im Boden verteilen und im nächsten Jahr wieder aufblühen können. Eventuell werde auch noch ein wenig nachgesät – von besagter „Veitshöchheimer‟ Mischung habe man auch noch einen Rest übrig. Auf den über 4000 Quadratmetern wurden wurden übrigens nur etwas mehr als acht Kilogramm Saatgut ausgebracht. Dass daraus eine derartig grandiose Blumenwiese entstehen würde, das war von niemandem erwartet worden.

    Foto oben:
    Ortstermin Blumenwiese: In voller Blüte steht derzeit die über 4000 Quadratmeter große Blühfläche des Altstadter Naturschutzbundes. Dieter Geib, Jo Schindelhauer-Deutscher, Marion Geib, Hannes Sand und Patric Heintz (v.l.) schauten jetzt nach, welche Pflanzen gerade blühen und was sich in Sachen Insekten tut.

    Foto unten:
    Vorher-nachher: Ein Mitarbeiter des Altstadter Landwirts Ralf Körner bei der Aussaat des „Veitshöchheimer‟ Saatgutes auf dem Areal des Altstadter Naturschutzbundes. Trotz großer Trockenheit seither hat sich die Blühfläche prächtig entwickelt.

    Text und Fotos: Martin Baus


    Einheimische Fledermäuse und Corana Virus

    Fledermäuse werden seit der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 im Frühjahr 2020 in den Medien immer wieder als Ursprung des neuartigen Virus bezeichnet, das bei Menschen die Krankheit Covid-19 auslösen kann. Diese stark vereinfachte Darstellung eines komplexeren Sachverhalts schürt bei Menschen die Sorge und Angst vor Fledermäusen. Ziel dieses FAQs ist es daher, eine solide Sachkenntnis zu vermitteln, falsche Vorstellungen sowie grundlose Vorbehalte zu korrigieren und zunehmenden Antipathien gegenüber Fledermäusen entgegenzuwirken.

    1. Einheimische Fledermäuse sind nicht mit SARS-CoV-2 infiziert und können einen Menschen somit nicht mit Covid-19 anstecken.
    2. Das menschliche SARS-CoV-2 ist genetisch eng mit Viren von Wildtieren verwandt. Der genaue Ursprung von SARS-CoV-2 oder dessen Vorläufer ist nach wie vor ungeklärt.
    3. Eine Übertragung von SARS-CoV-ähnlichen Viren aus Fledermäusen direkt auf Menschen ist sehr unwahrscheinlich und wurde bislang auch noch nie festgestellt.
    4. Nach bisherigen Erkenntnissen sind bei SARS-ähnlichen Coronaviren immer Zwischenwirte im Rahmen mehrerer zoonotischer Übergänge (Übertragung eines Virus von einer Art auf eine andere Art) notwendig, um einen humanpathogenen Erreger entstehen zu lassen.
    5. Es ist unwahrscheinlich, dass Coronaviren aus Fledermauskot eine Gesundheitsgefahr für den Menschen darstellen.
    6. Forderungen, Fledermäuse aufgrund einer vermeintlichen Gesundheitsgefahr zu bekämpfen, wären völlig unbegründet und in der EU sogar strafbar.
    7. Die Forschung an Fledermäusen und ihrem einmaligen Immunsystem ist für die Human- und Tiermedizin äußerst wertvoll.
    8. Fledermäuse sind weltweit wichtige und unverzichtbare Teile in Ökosystemen.

    Kontakt:
    NABU Bundesverband: Birte H. E. Brechlin, Referentin Wolfs- & Wildtierschutz:
    Birte.Brechlin@NABU.de
    NABU Rheinland-Pfalz: Dr. Andreas Kiefer, Projektkoordinator "Fledermäuse Willkommen!":
    Andreas.Kiefer@NABU-RLP.de

    Eine ausführlichere Darstellung und Literaturhinweise entnehmen Sie bitte dem Originaltext https://www.deutsche-fledermauswarte.org/fledermaeus-und-sars-cov-2.

    Foto: NABU


    Krötenzaun im Taubental

    Nach dem erfolgreichen Einsatz in den Jahren 2018 und 2019 haben der NABU Altstadt und der NABU Blieskastel an der Forststraße im Taubental auch im Jahr 2020 wieder gemeinsam einen Kröten-Schutzzaun errichtet.

    Die Auffangeimer müssen während der Wanderungszeit (ca. 5 Wochen) täglich kontrolliert sowie die Kröten, Molche und Frösche über die Straße getragen werden. Die Helfer kommen aus den NABU-Gruppen Altstadt, Blieskastel und Homburg, vom BUND und von der Naturwacht.

    Im Jahr 2018 waren es 3.259 Amphibien, in 2019 stieg die Zahl auf 6.004 Exemplare, und 2020 waren es 6.692 Kröten, Molche und Frösche, davon allein am 11. März 1.715 und am 12. März 1.763. Auch im Jahr 2021 werden wir wieder einen Krötenzaun aufbauen und betreuen.

    Weitere Informationen finden Sie unter Projekte im Abschnitt "Amphibienschutz".

    Foto: Marion Geib


    Morgens ein Konzert erleben -
    Stellen Sie Ihren Wecker nach den Piepmätzen!

    Besonders in Frühjahr und Sommer können Frühaufsteher*innen am Morgen ein wahres Vogelstimmenkonzert erleben. Doch nicht jeder Vogel stimmt zur gleichen Zeit ein. An der Vogeluhr können Sie ablesen, wie viele Minuten vor Sonnenaufgang die Vögel mit ihrem Gesang beginnen.

    Vögel singen fast nur zur Brutzeit. Daher hört man Vogelgesang vor allem ab dem Spätwinter bis Ende Juli. Vor allem von Ende April bis Anfang Juni kann man besonders viele Arten gleichzeitig hören. Meist singen nur die Männchen, um ihre Reviere abzustecken und Weibchen anzulocken. Fast alle Vogelarten singen früh am Morgen am intensivsten. Dabei hat jede Vogelart einen anderen Zeitpunkt für den morgendlichen Gesangsbeginn, der durch die zunehmende Tageshelligkeit vorgegeben wird. Jeden Morgen setzen die einzelnen Arten daher in der gleichen Reihenfolge in das morgendliche Vogelkonzert ein. Wer früh aufsteht, kann dies beim Erkennen und Lernen der Vogelstimmen ausnutzen. Wer erst später ins Konzert hineinhört, ist vermutlich erst einmal überwältigt von der Vielzahl der Stimmen im Vogelchor.

    Der Sonnenaufgang ist dabei der Referenzzeitpunkt. Fast alle Vogelarten beginnen bereits vor Sonnenaufgang zu singen, die ersten bereits, wenn es noch fast vollständig dunkel ist. Mit fortschreitendem Frühjahr verlagert sich daher der morgendliche Gesangsbeginn in immer frühere Morgenstunden. Gleichzeitig sind die Vögel im Osten wegen des früheren Sonnenaufgangs immer früher dran als Artgenossen weiter im Westen.

    Die Abbildung der Vögel, ihre Stimmen und weitere Informationen finden Sie unter NABU.

    Graphik: NABU


    Schwalben willkommen

    Mitte April kommen sie aus dem Süden zurück. Mit dem Projekt „Schwalben willkommen“ wollen der NABU Saarland und das Saarländische Umweltministerium diesen Frühlingsboten eine besondere Aufmerksam widmen. Denn besonders die Bestände von Rauchschwalben und Mehlschwalben, aber auch der Mauersegler, die in direktem Umfeld des Menschen nisten, sind seit Jahren rückläufig.

    Auf dieses Problem macht der NABU Landesverband Saarland, unterstützt durch das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, mit seinem Projekt „Schwalben willkommen“ aufmerksam. Gefragt wird dabei, wo es im Saarland noch Kolonien von Mehlschwalben, die an Häusern unter dem Dach brüten, oder Rauchschwalben, die in Ställen oder Garagen brüten, gibt. Auch die Mauersegler haben Probleme, weil sie unmittelbar unter dem Dach nisten und alte Gebäude oft renoviert oder abgerissen werden. Dabei ist der Gesetzgeber eindeutig auf der Seite der Schwalben: Schwalben- und Mauerseglernester dürfen nicht beseitigt werden und wer sie wegen Sanierung der Hausfront abmachen will, muss nach der Sanierung Ersatz schaffen und neue Nistplätze anbieten.

    Deshalb will der NABU Saarland Hausbesitzer, die diese immer seltener werdenden Vögel am Haus dulden und diesen wichtigen Beitrag zum Artenschutz leisten, mit der Plakette „Schwalben willkommen“ auszeichnen. Wer in der Nähe von Schwalbenkolonien wohnt und diese Insektenjäger an seinem Haus ansiedeln möchte, kann sich beim NABU Altstadt melden.

    (Foto: NABU)


    Tränke für Vögel

    Genauso wie andere Tiere müssen auch Vögel trinken. Eine Vogeltränke im Garten ist daher ein willkommenes Angebot. Hier können sich die Federfreunde erfrischen, sich putzen und trinken. Darüber freuen sich nicht nur die Vögel – der Anblick bereitet auch uns Menschen immer wieder Freude. Wichtig ist, dass die Vogeltränke immer sauber gehalten wird. Dazu muss das Wasser möglichst täglich gewechselt und am besten noch die Tränke mit heißem Wasser überbrüht werden, um Keime zu töten. Damit die Vögel keiner Katze zum Opfer fallen, sollte das Vogelbad in mindestens anderthalb Metern Höhe angebracht werden.

    Weitere Informationen und Bauanleitungen für Vogeltränken gibt es hier.

    (Foto: NABU, Gabi Schröder)


    Die meisten Fotos können durch Anklicken vergrößert werden.


    NABU OG Altstadt e.V.
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    Letzte Änderung:14.01.2021