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Die Turteltaube ist der Vogel
des Jahres 2020
 

Im Gegensatz zu unseren anderen Tauben sind sie die einzigen, die sich auf den langen Weg nach Afrika machen: Turteltauben verbringen ihren Winter südlich der Sahara. In ihre Butgebiete kehren sie Ende April bis Mitte Mai zurück. Hier leben sie vor allem in der vom Menschen genutzten Kulturlandschaft oder in lichten Wäldern. Turteltauben ernähren sich fast ausschließlich vegan: Am liebsten picken sie Wildkräuter- und Baumsamen vom Boden.

Der Gesang der Turteltaube wirkt zarter, aber eintöniger als bei anderen Tauben und lässt sich gut von anderen Vogelstimmen unterscheiden. Ihr namensgebendes, fast schnurrendes, tiefes „turrr-turrr-turrr“-Gurren trägt sie ausdauernd und manchmal tonal wechselnd vor. Wie ihre Verwandten hat auch die Turteltaube eine rundliche Gestalt mit kleinem Kopf. Mit einer Körperlänge von 25 bis 28 Zentimetern und einer Flügelspannweite von 45 bis 50 Zentimetern ist sie jedoch kleiner und viel graziler. Auch ihre Flügel unterscheiden sich deutlich: Schlank und spitz zulaufend ermöglichen sie einen schnellen Flug für den weiten Zugweg. Foto: NABU, Rosl Rößner



Rat und Hilfe

Für Rat- und Hilfesuchende haben wir eine Seite mit Hinweisen und Kontaktadressen zusammengestellt.

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Aktuelles und Veranstaltungen



Donnerstag, 13. August 2020
Monatstreffen
um 19:00 Uhr im Gasthaus "Zum Dorfbrunnen" in Altstadt, Kantstr. 17a


Donnerstag, 10. September 2020
Monatstreffen
um 19:00 Uhr im Gasthaus "Zum Dorfbrunnen" in Altstadt, Kantstr. 17a


Donnerstag, 8. Oktober 2020
Monatstreffen
um 19:00 Uhr im Gasthaus "Zum Dorfbrunnen" in Altstadt, Kantstr. 17a


Programm 2020 des NABU-Altstadt
als pdf-Datei



Mitglied im NABU werden

Werden Sie Mitglied in einer starken Gemeinschaft - treten Sie ein für Mensch und Natur!

Der NABU Deutschland ist seit über 100 Jahren im praktischen Naturschutz aktiv, um die Vielfalt unserer heimischen Tier- und Pflanzenwelt zu erhalten.
Heute betreut der NABU mehr als 5.000 Schutzgebiete in ganz Deutschland. Damit wir auch in Zukunft die Vielfalt und Schönheit der Natur vor unserer Haustür genießen können, braucht sie Ihren Schutz.

Die NABU Ortsgruppe Altstadt wurde 1980 gegründet und setzt Akzente in verschiedenen Bereichen des Natur- und Umweltschutzes. Von der Ausweisung und Betreuung spezieller Naturschutzgebiete wie dem „Höllengraben“ und dem „Kühnbruch“ über die Pflege von Biotopen wie Streuobstwiesen, Heckenzügen und Trockenrasen finden auch regelmäßig Pflanzaktionen statt. Aber auch zu regionalen ökologischen Brennpunkten bezieht der NABU Altstadt Stellung. Ein weiterer Schwerpunkt ist die „Biotopvernetzung“. Deswegen werden regelmäßig Grundstücke erworben; derzeit nennt der NABU Altstadt ca. 75.000 Quadratmeter Grund und Boden sein Eigen.

Hier geht es zum Aufnahmeantrag in den NABU mit weiteren Informationen. Sie können uns natürlich unter folgenden Kontaktadressen auch direkt ansprechen.


Handy-Recycling für einen guten Zweck

Wenn Sie ein ausgedientes Handy haben, geben Sie es bitte beim NABU ab.

Der NABU setzt sich seit 2006 für das Handyrecycling ein und hat zahlreiche Sammelstellen für Handys (samt Zubehör) etabliert. Für jedes abgegebene Alt-Handy erhält der NABU derzeit 1,60 Euro. Allein 2018 sind deutschlandweit mehr als 58.000 Handys gesammelt worden.

Auch bei der NABU Ortsgruppe Altstadt können ausgediente Handys abgegeben werden, und zwar bei Dieter Geib in der Querstraße 1 in Altstadt. Werfen Sie das Handy einfach in den Briefkasten. Eine weitere Sammelstelle befindet sich in der "Bliesapotheke" in der Bahnhofstraße in Limbach.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung.


Morgens ein Konzert erleben

Besonders in Frühjahr und Sommer können Frühaufsteher am Morgen ein wahres Vogestimmenkonzert erleben. Doch nicht jeder Vogel stimmt zur gleichen Zeit ein. An der Vogeluhr können Sie ablesen, wie viele Minuten vor Sonnenaufgang die Vögel mit ihrem Gesang beginnen. Außerdem können Sie sich den Gesang der einzelnen Vögel anhören.


Von der Amsel bis zum Zilpzalp



die häufigsten Gartenvögel auf einen Blick

Am besten achtet man auf mehrere Kennzeichen, um eine Vogelart sicher zu identifizieren: Größe und Gestalt, Färbung des Gefieders, das Verhalten und natürlich der Gesang bieten Anhaltspunkte. Oft ist es zuerst die Stimme, die auf einen Vogel aufmerksam macht, noch bevor wir ihn zu Gesicht bekommen.

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NABU-App "Vogelwelt"

Für die Vogelbestimmung war lange Zeit ein gutes Bestimmungsbuch unverzichtbar. Das ist es im Prinzip immer noch, doch das "Buch" muss heute nicht mehr aus Papier sein.

Über 1.000 freigestellte Fotos von 308 Arten in ihren typischen Federkleidern machen diese App einzigartig!

Die wichtigsten Funktionen sind das Bestimmen, Vergleichen und Melden. Vogelstimmen und Videos können zur kostenlosen Basisversion hinzugekauft werden. Das lohnt sich doppelt, denn der Erlös geht auch an den NABU.

Weitere Informationen beim NABU

(Foto: NABU)


Naturschutz im Saarland




Naturschutz in Deutschland


Der NABU Altstadt ist eine gemeinnützige Einrichtung; daher sind Spenden steuerlich absetzbar. Erbschaften und Vermächtnisse an den NABU sind steuerbefreit.
Kontoverbindung


Blühwiese des NABU Altstadt im Höllengraben (Foto: Marion Geib)


Blühwiese des NABU Altstadt

Die Hummeln brummeln, die Bienen summen, dass es eine wahre Pracht ist. Allein die Schmetterlinge machen sich im Moment noch etwas rar: Ein Bild leuchtender Blüten- und Farbenfülle bietet im Moment die Blühfläche, die der Altstadter Naturschutzbund angelegt hat. Auf einem Areal von mehr als 4000 Quadratmetern, unmittelbar angrenzend an das ehemalige Naturschutzgebiet „Höllengraben‟ in Richtung Beeden, wurde vor drei Monaten in Kooperation mit dem örtlichen Landwirt Ralf Körner das Saatgut ausgebracht, das nun im Hochsommer wie geplant neuen Lebensraum für Insekten bietet. Gefördert vom Bundesverband des Naturschutzbundes mit Mitteln aus dessen Projekt „Wildblumenwiesen‟, können nun die positiven Effekte einer solchen Blühfläche hautnah unter die Lupe genommen werden.

Zwischen Erdbeeräckern und Maisfeldern platziert, ist eine wahre Biotopinsel inmitten intensiver landwirtschaftlicher Nutzung geschaffen worden, unterstreicht Dieter Geib. In seinen Händen liefen die Fäden für die durchaus nicht unkomplizierte Organisation im Vorfeld zusammen. Zuschussanträge waren zu formulieren, Grundstücksfragen zu klären und schließlich die passenden Sämereien zu beschaffen. „Die Wahl fiel auf die Veitshöchheimer Bienenweide, eine Zusammenstellung, die auf die Bodenbeschaffenheit und klimatischen Verhältnisse bei uns am ehesten abgestimmt ist‟, skizziert der NABU-Streiter. Fast 50 verschiedene und zu unterschiedlichen Zeitpunkten aufblühende Pflanzen sind darin vertreten. Und obwohl es seit der Aussaat Ende Mai kaum geregnet hat, hat sich die Parzelle auffällig entwickelt – möglicherweise bedingt durch das benachbarte Feuchtgebiet am Höllenbrunnen.

Waren es am Anfang nur kleinere Pflanzen wie etwa Buchweizen, Kornblume oder Hundskamille, die zum Vorschein kamen, so sorgen nunmehr viele Sonnenblumen für ein regelrechtes Meer aus Gelb. Dazwischen gedeihen aber auch Blautöne in unterschiedlichsten Varianten: Besonders Borretsch, Rainfarn-Phazelie, Natternkopf und verschiedene Malven wirken anziehend auf die unterschiedlichsten Insektenarten, wie der Altstadter Umweltverband jetzt bei einer ersten umfassenden „Inspektion‟ feststellen konnte. Mit „modernen‟ Hilfsmitteln wie etwa speziellen Handy-Apps wurden Pflanzen bestimmt und so unter die Lupe genommen, welche der Sämereien es denn tatsächlich bis zur Blüte geschafft haben.

Selbst die nur in geringer Menge beigemischten „Küchenkräuter‟ wie Thymian (0,2 Prozent), Petersilie (0,6 Prozent). Salbei, Koriander und Dill (jeweils knapp 5 Prozent) konnten aufgespürt werden. Dass die Sonnenblume mit über zehn Prozent Beimengung freilich den stärksten Anteil hat, ist augenblicklich schwerlich zu übersehen. „Das umfassende Bienen- bzw. Insektensterben ist ja schon seit geraumer Zeit in den Schlagzeilen. Die Vielfalt unter den Insekten und auch deren Anzahl gehen immer weiter zurück, viele Arten finden keinen Lebensraum mehr in der vom Menschen stark veränderten, intensiv genutzten Landschaft‟, skizziert Dieter Geib die Hintergründe des Altstadter NABU-Projektes. Insbesondere die große Fläche, die das Blütenparadies einnimmt, sei ausdrücklich hervorzuheben. Auf diese Weise könne ein wirkungsvoller Beitrag gegen das Artensterben geleistet werden. Im übrigen profitierten auch eine Vielzahl von Vogelarten vom mit Sämereien reich gedeckten Tisch.

Angelegt ist das Projekt auf mehrere Jahre, also einigermaßen nachhaltig. Wenn im Herbst alles abgeblüht sei, werde Landwirt Körner die abgedörrten Reste mähen, so dass die Sämereien sich aufs Neue im Boden verteilen und im nächsten Jahr wieder aufblühen können. Eventuell werde auch noch ein wenig nachgesät – von besagter „Veitshöchheimer‟ Mischung habe man auch noch einen Rest übrig. Auf den über 4000 Quadratmetern wurden wurden übrigens nur etwas mehr als acht Kilogramm Saatgut ausgebracht. Dass daraus eine derartig grandiose Blumenwiese entstehen würde, das war von niemandem erwartet worden.

Foto oben:
Ortstermin Blumenwiese: In voller Blüte steht derzeit die über 4000 Quadratmeter große Blühfläche des Altstadter Naturschutzbundes. Dieter Geib, Jo Schindelhauer-Deutscher, Marion Geib, Hannes Sand und Patric Heintz (v.l.) schauten jetzt nach, welche Pflanzen gerade blühen und was sich in Sachen Insekten tut.

Foto unten:
Vorher-nachher: Ein Mitarbeiter des Altstadter Landwirts Ralf Körner bei der Aussaat des „Veitshöchheimer‟ Saatgutes auf dem Areal des Altstadter Naturschutzbundes. Trotz großer Trockenheit seither hat sich die Blühfläche prächtig entwickelt.

Text und Fotos: Martin Baus

 


Vogelfütterung während der Brutphase

Das Füttern unserer Vögel im Winter mit Fettfutter, Sonnenblumen- oder Erdnusskernen ist weit verbreitet und wird gerne gemacht. Aber während der Brutzeit sollte man darauf achten,  genau dieses Futter den Vögeln nicht mehr zur Verfügung zu stellen. Denn es wird nicht nur von den Altvögeln, denen dieses Futter gut bekommt, gefressen, sondern häufig auch, insbesondere bei Insektenmangel, an die Jungen verfüttert. Bei toten Jungvögeln wurde immer wieder festgestellt, dass Magen und Darm mit Stückchen von Sonnenblumen und Erdnüssen verstopft waren, und diese Tiere dann qualvoll zu Grunde gingen, weil das Futter nicht verdaut und ausgeschieden werden konnte.

Füttern Sie also während der Brutphase ausschließlich feine Sämereien oder lebende Insekten (z.B. Mehlwürmer), die die notwendige Feuchtigkeit für die Jungen liefern. Wenn Sie  keine lebenden Insekten bekommen, können Sie auch getrocknete Mehlwürmer kurz in kochendem Wasser einweichen, so dass diese wieder weich und gut durchfeuchtet sind.


Mysteriöses Sterben von Blaumeisen

Erreger des Meisensterbens identifiziert:
Bakterium verursacht Lungenentzündung bei Blaumeisen.

Seit Anfang März werden in Deutschland auffallend viele Blaumeisen beobachtet, die krank wirken und kurz darauf sterben. Jetzt ist der Erreger des Meisensterbens identifiziert: Es ist ein Bakterium namens Suttonella ornithocola, das bei den Vögeln eine Lungenentzündung verursacht.

„Suttonella ornithocola tötet fast ausschließlich Meisen, vor allem die kleinen Meisenarten, von denen die Blaumeise mit Abstand am häufigsten in deutschen Gärten vorkommt“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Vermutlich sind auch Tannenmeise, Hauben-, Sumpf- und Weidenmeise betroffen. Seltener erkranken die größeren Kohlmeisen.“

Bis zum 22. April wurden dem NABU innerhalb von nur zwölf Tagen 13.800 Fälle aus Deutschland gemeldet, die etwa 26.000 Vögel betreffen. Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) hat nun bei Meisen aus den Landkreisen Ammerland und Diepholz Suttonella ornithocola festgestellt. Fast gleichzeitig wurde aus dem Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe bekannt, dass bei vier untersuchten Blaumeisen aus dem Kreis Steinfurt in Nordrhein-Westfalen derselbe Erreger gefunden wurde. In allen Landkreisen, in denen das Bakterium bestätigt werden konnte, zeigt auch die Karte der beim NABU gemeldeten Verdachtsfälle eine erhöhte Melderate.

Das Bakterium ist erst seit 1996 bekannt. Damals wurde es in Großbritannien beschrieben und kommt dort flächendeckend regelmäßig vor, hat aber bisher nicht zu überregionalen Massensterben geführt. Erst 2017 wurde es erstmals außerhalb von Großbritannien nachgewiesen - in Finnland. Im April 2018 wurde Suttonella ornithocola erstmals in Deutschland bei mehreren Meisen bei kleineren Krankheitsausbrüchen im südlichen Nordrhein-Westfalen nachgewiesen. Miller: „Das massenhafte überregionale Auftreten in diesem Jahr ist für diesen Erreger neu. Außer Deutschland sind mindestens auch Luxemburg und Belgien betroffen.“

Der Erreger ist für Menschen und Haustiere ungefährlich. Da Vögel aber auch an anderen Krankheiten gestorben sein könnten und grundsätzlich oft mehrere Pathogene in sich tragen können, ist beim Umgang mit toten Vögeln immer mit Vorsicht vorzugehen.
  
Um Ausmaß, räumliche Verbreitung und Verlauf der Epidemie ermitteln zu können, ruft der NABU weiterhin dazu auf, Fälle von kranken oder offensichtlich an Krankheit verstorbenen Vögeln über sein Online-Formular unter www.NABU.de/meisensterben zu melden.

In betroffenen Gärten sollten Anziehungspunkte wie Futter- und Badestellen umgehend beseitigt werden, damit Vögel sich weniger leicht gegenseitig anstecken können. Damit betroffene Vogelbestände sich möglichst schnell wieder erholen können, ist es wichtig, gute Bedingungen für die anstehende Brutzeit zu bieten. Ein naturnaher Garten bietet besonders viel Nahrung für die hungrigen Jungen. Tipps für einen vogelfreundlichen Garten hat der NABU unter www.nabu.de/vogelgarten zusammengestellt.

Danke für Ihre Mithilfe!
(Foto: naturfotografen-forum)

Meldungen bitte ausschließlich an den NABU Bundesverband mit o.g. Online-Formular.


Stunde der Gartenvögel vom 8. bis 10. Mai 2020

Am Muttertagswochenende fand deutschlandweit die 16. Stunde der Gartenvögel statt. Der NABU hatte gemeinsam mit der NAJU und dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) dazu aufgerufen, eine Stunde lang Vögel zu beobachten, zu zählen und zu melden.

Deutschlandweit haben 161.581 Vogelfreunde an der Aktion teilgenommen, im Saarland waren es 2.077 Beobachter.

Im Saarland ergab sich die folgende Rangfolge
(in Klammern ist die Zahl der Exemplare und die Veränderung zum Vorjahr angegeben):

01 Haussperling (6.618 Ex., + 7%)
02 Kohlmeise (4.208 Ex., -15%)
03 Amsel (3.892 Ex., -3%)
04 Elster (2.602 Ex., -8%)
05 Star (2.591 Ex., - 31%)
06 Blaumeise (2.578 Ex., -35%)
07 Rabenkrähe (2.065 Ex., + 8%)
08 Mauersegler (1.830 Ex., +13%)
09 Ringeltaube (1.575 Ex., + 14%)
10 Feldsperling (1.504 Ex., -10%)
11 Rotkehlchen (1.117 Ex., -17%)
12 Mehlschwalbe (1.026 Ex., -10%)

Weitere Infomation finden Sie hier!

Foto: NABU


Einheimische Fledermäuse und Corana Virus

Fledermäuse werden seit der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 im Frühjahr 2020 in den Medien immer wieder als Ursprung des neuartigen Virus bezeichnet, das bei Menschen die Krankheit Covid-19 auslösen kann. Diese stark vereinfachte Darstellung eines komplexeren Sachverhalts schürt bei Menschen die Sorge und Angst vor Fledermäusen. Ziel dieses FAQs ist es daher, eine solide Sachkenntnis zu vermitteln, falsche Vorstellungen sowie grundlose Vorbehalte zu korrigieren und zunehmenden Antipathien gegenüber Fledermäusen entgegenzuwirken.

1. Einheimische Fledermäuse sind nicht mit SARS-CoV-2 infiziert und können einen Menschen somit nicht mit Covid-19 anstecken.
2. Das menschliche SARS-CoV-2 ist genetisch eng mit Viren von Wildtieren verwandt. Der genaue Ursprung von SARS-CoV-2 oder dessen Vorläufer ist nach wie vor ungeklärt.
3. Eine Übertragung von SARS-CoV-ähnlichen Viren aus Fledermäusen direkt auf Menschen ist sehr unwahrscheinlich und wurde bislang auch noch nie festgestellt.
4. Nach bisherigen Erkenntnissen sind bei SARS-ähnlichen Coronaviren immer Zwischenwirte im Rahmen mehrerer zoonotischer Übergänge (Übertragung eines Virus von einer Art auf eine andere Art) notwendig, um einen humanpathogenen Erreger entstehen zu lassen.
5. Es ist unwahrscheinlich, dass Coronaviren aus Fledermauskot eine Gesundheitsgefahr für den Menschen darstellen.
6. Forderungen, Fledermäuse aufgrund einer vermeintlichen Gesundheitsgefahr zu bekämpfen, wären völlig unbegründet und in der EU sogar strafbar.
7. Die Forschung an Fledermäusen und ihrem einmaligen Immunsystem ist für die Human- und Tiermedizin äußerst wertvoll.
8. Fledermäuse sind weltweit wichtige und unverzichtbare Teile in Ökosystemen.

Kontakt:
NABU Bundesverband: Birte H. E. Brechlin, Referentin Wolfs- & Wildtierschutz:
Birte.Brechlin@NABU.de
NABU Rheinland-Pfalz: Dr. Andreas Kiefer, Projektkoordinator "Fledermäuse Willkommen!":
Andreas.Kiefer@NABU-RLP.de

Eine ausführlichere Darstellung und Literaturhinweise entnehmen Sie bitte dem Originaltext https://www.deutsche-fledermauswarte.org/fledermaeus-und-sars-cov-2.

Foto: NABU


Krötenzaun im Taubental

Nach dem erfolgreichen Einsatz in den Jahren 2018 und 2019 haben der NABU Altstadt und der NABU Blieskastel an der Forststraße im Taubental auch im Jahr 2020 wieder gemeinsam einen Kröten-Schutzzaun errichtet.

Die Auffangeimer müssen während der Wanderungszeit (ca. 5 Wochen) täglich kontrolliert sowie die Kröten, Molche und Frösche über die Straße getragen werden. Die Helfer kommen aus den NABU-Gruppen Altstadt, Blieskastel und Homburg, vom BUND und von der Naturwacht.

Im Jahr 2018 waren es 3.259 Amphibien, in 2019 stieg die Zahl auf 6.004 Exemplare, und in diesem Jahr waren es 6.692 Kröten, Molche und Frösche, davon allein am 11. März 1.715 und am 12. März 1.763.

Weitere Informationen finden Sie unter Projekte im Abschnitt "Amphibienschutz".

Foto: Marion Geib


Morgens ein Konzert erleben -
Stellen Sie Ihren Wecker nach den Piepmätzen!

Besonders in Frühjahr und Sommer können Frühaufsteher*innen am Morgen ein wahres Vogelstimmenkonzert erleben. Doch nicht jeder Vogel stimmt zur gleichen Zeit ein. An der Vogeluhr können Sie ablesen, wie viele Minuten vor Sonnenaufgang die Vögel mit ihrem Gesang beginnen.

Vögel singen fast nur zur Brutzeit. Daher hört man Vogelgesang vor allem ab dem Spätwinter bis Ende Juli. Vor allem von Ende April bis Anfang Juni kann man besonders viele Arten gleichzeitig hören. Meist singen nur die Männchen, um ihre Reviere abzustecken und Weibchen anzulocken. Fast alle Vogelarten singen früh am Morgen am intensivsten. Dabei hat jede Vogelart einen anderen Zeitpunkt für den morgendlichen Gesangsbeginn, der durch die zunehmende Tageshelligkeit vorgegeben wird. Jeden Morgen setzen die einzelnen Arten daher in der gleichen Reihenfolge in das morgendliche Vogelkonzert ein. Wer früh aufsteht, kann dies beim Erkennen und Lernen der Vogelstimmen ausnutzen. Wer erst später ins Konzert hineinhört, ist vermutlich erst einmal überwältigt von der Vielzahl der Stimmen im Vogelchor.

Der Sonnenaufgang ist dabei der Referenzzeitpunkt. Fast alle Vogelarten beginnen bereits vor Sonnenaufgang zu singen, die ersten bereits, wenn es noch fast vollständig dunkel ist. Mit fortschreitendem Frühjahr verlagert sich daher der morgendliche Gesangsbeginn in immer frühere Morgenstunden. Gleichzeitig sind die Vögel im Osten wegen des früheren Sonnenaufgangs immer früher dran als Artgenossen weiter im Westen.

Die Abbildung der Vögel, ihre Stimmen und weitere Informationen finden Sie unter NABU.

Graphik: NABU


Kita-NaturbotschafterInnen – mehr Natur in Kitas

Der NABU Saarland sucht Seniorinnen und Senioren für Naturschutzprojekte in Kitas

Jung und Alt schaffen gemeinsam Naturoasen

Heimische Tier- und Pflanzenarten und deren Schutz spielen im Lebensalltag von Kita-Kindern oft eine untergeordnete Rolle. Gemeinsam mit engagierten Seniorinnen und Senioren will der NABU deshalb aktiv werden und in ausgesuchten Kindertagesstätten spannende Naturoasen schaffen. Hierzu werden naturbegeisterte Menschen in der nachberuflichen Phase gesucht, die sich zu sogenannten Kita-NaturbotschafterInnen ausbilden lassen möchten. Innerhalb von acht praxisnahen Workshops im 1. Jahr und drei Erfahrungsaustauschen zur Netzwerkbildung im 2. Jahr wird das nötige Wissen vermittelt. Sie werden darin geschult, Kinder in Kindertagesstätten mit konkreten Naturschutzaktionen für die biologische Vielfalt im Sinne einer umsetzungsorientierten Bildung für nachhaltige Entwicklung zu begeistern. „Gerade Ältere verfügen oft über ein Naturwissen und haben Erfahrungen etwa beim Gärtnern, die sie gerne an die Kleinsten weitergeben möchten“ so Uli Heintz, Vorsitzender des NABU Saarland. Aus diesem Grund setze der NABU auf das Erfahrungswissen der Seniorinnen und Senioren.

Dank der Förderung im Bundesprogramm Biologische Vielfalt und durch das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz des Saarlandes kann die zu Beginn des neuen Jahres startende Ausbildung kostenlos angeboten werden. In einem persönlichen Gespräch erhalten interessierte Seniorinnen und Senioren nähere Informationen. „Wir freuen uns auch, wenn sich interessierte Kitas oder Eltern bei uns melden“, so Birgit Freiheit vom NABU Saarland. Gemeinsam können dann Seniorinnen und Senioren für ein Engagement gesucht werden.
Die Ausbildung findet im Waldinfozentrum des NABU Saarland an der Scheune Neuhaus im „Urwald vor den Toren der Stadt“ bei Saarbrücken statt.

Kontakt für Interessierte:

NABU Landesverband Saarland
Birgit Freiheit
Tel. 06881/93619-13
E-Mail: birgit.freiheit@NABU-saar.de
Infos: www.kita-naturbotschafter.de/


Schwalben willkommen

Mitte April kommen sie aus dem Süden zurück. Mit dem Projekt „Schwalben willkommen“ wollen der NABU Saarland und das Saarländische Umweltministerium diesen Frühlingsboten eine besondere Aufmerksam widmen. Denn besonders die Bestände von Rauchschwalben und Mehlschwalben, aber auch der Mauersegler, die in direktem Umfeld des Menschen nisten, sind seit Jahren rückläufig.

Auf dieses Problem macht der NABU Landesverband Saarland, unterstützt durch das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, mit seinem Projekt „Schwalben willkommen“ aufmerksam. Gefragt wird dabei, wo es im Saarland noch Kolonien von Mehlschwalben, die an Häusern unter dem Dach brüten, oder Rauchschwalben, die in Ställen oder Garagen brüten, gibt. Auch die Mauersegler haben Probleme, weil sie unmittelbar unter dem Dach nisten und alte Gebäude oft renoviert oder abgerissen werden. Dabei ist der Gesetzgeber eindeutig auf der Seite der Schwalben: Schwalben- und Mauerseglernester dürfen nicht beseitigt werden und wer sie wegen Sanierung der Hausfront abmachen will, muss nach der Sanierung Ersatz schaffen und neue Nistplätze anbieten.

Deshalb will der NABU Saarland Hausbesitzer, die diese immer seltener werdenden Vögel am Haus dulden und diesen wichtigen Beitrag zum Artenschutz leisten, mit der Plakette „Schwalben willkommen“ auszeichnen. Wer in der Nähe von Schwalbenkolonien wohnt und diese Insektenjäger an seinem Haus ansiedeln möchte, kann kostenlos entsprechende Schwalbennester mit Kotbrettern vom NABU erhalten.

Melden kann man sich beim NABU Altstadt.

(Foto: NABU)


Tränke für Vögel

Genauso wie andere Tiere müssen auch Vögel trinken. Eine Vogeltränke im Garten ist daher ein willkommenes Angebot. Hier können sich die Federfreunde erfrischen, sich putzen und trinken. Darüber freuen sich nicht nur die Vögel – der Anblick bereitet auch uns Menschen immer wieder Freude. Wichtig ist, dass die Vogeltränke immer sauber gehalten wird. Dazu muss das Wasser möglichst täglich gewechselt und am besten noch die Tränke mit heißem Wasser überbrüht werden, um Keime zu töten. Damit die Vögel keiner Katze zum Opfer fallen, sollte das Vogelbad in mindestens anderthalb Metern Höhe angebracht werden.

Weitere Informationen und Bauanleitungen für Vogeltränken gibt es hier.

(Foto: NABU, Gabi Schröder)


Die meisten Fotos können durch Anklicken vergrößert werden.



NABU OG Altstadt e.V.
 ¦  Martin Baus ¦ Lerchenweg 3 ¦ 66459 Altstadt ¦ 06841 9596300
Letzte Änderung: 10.08.2020