Projekt des NABU Altstadt: Wildblumenwiesen für Insekten

April 2020

In den vergangenen Jahren hat der NABU Altstadt umfangreiche Projekte zur Wiederansiedlung von Schwalben und Mauerseglern durchgeführt; dabei wurden mit erheblichem Aufwand in allen Ortsteilen der Gemeinde Kirkel  Nisthilfen für Schwalben und Mauersegler installiert, die inzwischen zum Großteil auch bereits belegt sind. Neben den Nistmöglichkeiten müssen für diese Vögel auch ausreichende Nahrungsgrundlagen geschaffen werden.

Der NABU Altstadt verfügt derzeit über ca. 70.000 m² eigene Grundstücke (Streuobstwiesen, Feuchtbiotope, Hecken, Wald). Zur Umsetzung des Projektes wollen wir weitere Grundstücke im Umfang von ca. 4.000 m² auf der Gemarkung von Kirkel erwerben und dann auf insgesamt ca. 8.000 m² Fläche artenreiche Wildblumenwiesen anlegen, um so für eine bessere Lebensgrundlage von Insekten zu sorgen. Durch das Eigentum an den Grundstücken, die freiwilligen Arbeitseinsätze seiner Mitglieder und Eigenkapital ist der NABU Altstadt in der Lage, diese Flächen nachhaltig und auf Dauer in diesem Sinne zu bewirtschaften.

Von diesem Projekt profitieren insbesondere Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge, Heuschrecken, Libellen, Käfer und Spinnen. Der Rückgang der Insekten-Populationen ist auch deshalb besonders problematisch, da sie vielen anderen Arten als Nahrung dienen. Zahlreiche Amphibien, Vögel (z.B. Schwalben und Mauersegler) und Fledermäuse sind auf Insekten als Nahrung angewiesen. Ein Rückgang der Insekten gefährdet somit viele andere Arten in ihrem Bestand. Zudem ist die Bestäubung durch Insekten für viele Pflanzen, darunter zahlreiche Nutzpflanzen, unverzichtbar. Die Wildblumenwiesen sind zudem Brutflächen für Bodenbrüter (wie z.B. die Feldlerche).

Anzahl und Vielfalt an Insekten werden gesteigert, und die Lebensgrundlage für insektenfressende Vögel wird verbessert. Die bisherigen landwirtschaftlichen Monostrukturen werden durch ökologische Inseln und Trittsteinbiotope unterbrochen, welche die Vernetzung bereits geschaffener bzw. bestehender Lebensräume verbessern.

Der NABU Altstadt hat Ende 2019 einen Förderantrag beim NABU Bundesverband gestellt, der im April 2020 positiv beschieden wurde.

Damit sind nun auch die finanziellen Voraussetzungen für dieses Projekt gesichert. Ein erstes Grundstück mit einer Größe von ca. 4.000 m² wurde bereits eingesät. Nun hoffen wir auf ausreichend Regen.





 


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Letzte Änderung:22.05.2020