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Stellungnahmen des NABU Altstadt zu aktuellen Themen im Natur- und Umweltschutz

12.08.2019: Natura-2000 Gebiet Beeder Bruch - Schreiben an den Umweltminister des Saarlandes (pdf)

22.07.2019: Zollbahnhof - Bahnlog - Schreiben an den Wirtschaftsminister des Saarlandes (pdf)

12.04.2019: Verbau von Feldwirtschaftswegen und anderen Flächen mit Asphaltabfall - Schreiben an den Umweltminister des Saarlandes (pdf)

13.08.2018: Natura-2000 Gebiet Beeder Bruch - Schreiben an den Umweltminister des Saarlandes (pdf)

13.08.2018: Bebauungsplan "Östliche Windschnorr" - Schreiben an den Umweltminister des Saarlandes (pdf)

13.08.2018: Bebauungsplan "Am Weiherhügel" - Schreiben an den Umweltminister des Saarlandes (pdf)

01.07.2017: Abholzaktionen von Straßenbäumen - Schreiben an den Umweltminister des Saarlandes (pdf)

Presseartikel

November 2019

 

Lebendige

Vorgärten statt

Schotterwüsten

 

Vortrag am 4. November 2019 um 19:00 Uhr in Zusammenarbeit mit der Kreisvolkshochschule Saarpfalz
im Schulungsraum der Feuerwehr in Altstadt, Am Dorfplatz

Referentin:
Diplom Gartenbau-Ingenieurin Susanne Thiemecke

Es ist so erstaunlich wie paradox: Obwohl allenthalben von Artenverlust, drastischem Rückgang der Insekten und Bienensterben die Rede ist, greift die gezielte Verödung der Vorgärten um sich. Massenhaft und flächendeckend werden Hausvorflächen ihrer Begrünung beraubt und blühende Pflanzenvielfalt beseitigt, um Schotter dorthin zu kippen. Derlei „Gärtens des Grauens“ schießen nach wie vor ins Kraut, triste Trostlosigkeit vor der Haustür ist der Trend der Zeit. Die grassierende Vorliebe für unwirtliche Ödnis wird damit begründet, dass diese Variante der Gestaltung besonders pflegeleicht sei. Dass ein naturnaher Garten eben nicht gleichbedeutend ist mit viel Arbeit, ist das Thema des Vortrags, der in Zusammenarbeit dem Altstadter Naturschutzbund stattfindet. Wie ein attraktiver und ökologisch Vorgarten mit vielfältiger Bepflanzung ohne größeren Zeitaufwand zu gestalten und zu unterhalten ist, steht dabei im Blickpunkt.


Mai 2019

Kita-NaturbotschafterInnen – mehr Natur in Kitas

Der NABU Saarland sucht Seniorinnen und Senioren für Naturschutzprojekte in Kitas

Jung und Alt schaffen gemeinsam Naturoasen

Heimische Tier- und Pflanzenarten und deren Schutz spielen im Lebensalltag von Kita-Kindern oft eine untergeordnete Rolle. Gemeinsam mit engagierten Seniorinnen und Senioren will der NABU deshalb aktiv werden und in ausgesuchten Kindertagesstätten spannende Naturoasen schaffen. Hierzu werden naturbegeisterte Menschen in der nachberuflichen Phase gesucht, die sich zu sogenannten Kita-NaturbotschafterInnen ausbilden lassen möchten. Innerhalb von acht praxisnahen Workshops im 1. Jahr und drei Erfahrungsaustauschen zur Netzwerkbildung im 2. Jahr wird das nötige Wissen vermittelt. Sie werden darin geschult, Kinder in Kindertagesstätten mit konkreten Naturschutzaktionen für die biologische Vielfalt im Sinne einer umsetzungsorientierten Bildung für nachhaltige Entwicklung zu begeistern. „Gerade Ältere verfügen oft über ein Naturwissen und haben Erfahrungen etwa beim Gärtnern, die sie gerne an die Kleinsten weitergeben möchten“ so Uli Heintz, Vorsitzender des NABU Saarland. Aus diesem Grund setze der NABU auf das Erfahrungswissen der Seniorinnen und Senioren.

Dank der Förderung im Bundesprogramm Biologische Vielfalt und durch das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz des Saarlandes kann die zu Beginn des neuen Jahres startende Ausbildung kostenlos angeboten werden. In einem persönlichen Gespräch erhalten interessierte Seniorinnen und Senioren nähere Informationen. „Wir freuen uns auch, wenn sich interessierte Kitas oder Eltern bei uns melden“, so Birgit Freiheit vom NABU Saarland. Gemeinsam können dann Seniorinnen und Senioren für ein Engagement gesucht werden.
Die Ausbildung findet im Waldinfozentrum des NABU Saarland an der Scheune Neuhaus im „Urwald vor den Toren der Stadt“ bei Saarbrücken statt.

Kontakt für Interessierte:

NABU Landesverband Saarland
Birgit Freiheit
Tel. 06881/93619-13
E-Mail: birgit.freiheit@NABU-saar.de
Infos: www.kita-naturbotschafter.de/


April 2019

Altstadter Naturschutzbund wanderte in der Parr

Zu einer Tour über den „Kreuzwanderweg‟ rund um Medelsheim in der "Parr" lud der Altstadter Naturschutzbund am Sonntag, 28. April, ein.

Die etwa fünf Kilometer lange Strecke führte entlang zahlreicher, teilweise Jahrhunderte alter Wegekreuze sowie anderer historischer Zeugnisse auch über die einstige „Duser Straße‟. Über diese Fernverbindung wurde im Mittelalter das in Lothringen gewonnene Salz transportiert.

Panoramablicke in die Südpfalz und auf die Vogesen sowie die typische Landschaft des Bliesgaus mit ihren Streuobstwiesen bildeten den Rahmen der Wanderung. Auch jene Stelle, an der es 1873 zur ersten „Marienerscheinung‟ im heutigen Saarland kam, wurde angesteuert.

Treffpunkt zur Abfahrt war um 9.30 Uhr am alten Kindergarten in Altstadt, die Wanderung in Medelsheim begann um ca. 10 Uhr auf dem Parkplatz des dortigen Friedhofs. Nach Möglichkeit wurden Fahrgemeinschaften gebildet. Die Wanderung dauerte etwa zwei Stunden, danach war eine Einkehr vorgesehen. Die Führung lag in den Händen des NABU-Vorsitzenden Martin Baus.

Text: Martin Baus, Foto: Günter Maier


April 2019

6000 Amphibien waren im Eimer - Altstadter Naturschutzbund holt sie raus

„4765 Erdkröten, 1159 Molche, 80 Frösche – also insgesamt genau 6004 Tiere sind uns in diesem Frühjahr ins Netz gegangen‟: Die Bilanz, die Dieter Geib für den Altstadter Naturschutzbund in Sachen Amphibienrettung zog, übertraf alle Erwartungen. Mehr als vier Wochen war die neuralgische Strecke im Kirkeler Wald kontrolliert worden. Tag für Tag hatten das gute Dutzend Helfer in dieser Zeit frühmorgens den Schutzzaun im Taubental in Augenschein zu nehmen, und manchmal war damit schweißtreibende Arbeit verbunden. Am 16. März, beispielsweise, einem Samstag, bei milden Temperaturen und feuchter Witterung, waren allein fast 1000 Tiere aus den am Wegesrand ebenerdig eingegrabenen Eimern zu holen, zu bestimmen und zum sicheren Laichgewässer zu tragen.

Obwohl der asphaltierte Waldweg im Taubental für Autos eigentlich verbotenes Terrain ist, hatte im Frühjahr 2017 ein regelrechtes „Massaker‟ auf recht kurzer Strecke stattgefunden. Mehrere Hundert Tiere waren an einem einzigen Abend der Krötenwanderung unter die Räder gekommen, und es hatte den Anschein, als ob ganz gezielt hin und her gefahren worden sei. Spaziergänger hatten deswegen den Altstadter Umweltverband alarmiert. In einer konzertierten Aktion mit der NABU-Ortsgruppe Blieskastel und Helfern aus Homburg sowie der saarländischen Naturwacht war auf einer nur wenige hundert Meter langen Strecke ein Schutzzaun installiert und mehr als zwei Dutzend Eimer vergraben worden. Auch große Hinweisschilder, die Autofahrer und andere Passanten auf die Laichwanderung aufmerksam machen sollten, wurden aufgestellt. Zu organisieren war der Helferdienst: Fünf Wochen lang, von Ende Februar an, standen jeden Morgen mindestens zwei Helfer Gewehr bei Fuß, um Hand an die Kröten zu legen und ihnen sicher über die Straße zu helfen.

„Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Anzahl der von uns aufgegriffenen Tiere um sage und schreibe 50 Prozent erhöht‟, resümierte Dieter Geib weiter. 2018 waren es noch 3259 Kröten, Molche und Frösche gewesen. Insbesondere bei den Erdkröten gab es explosionsartig „Zuwachs‟: Bei jetzt abgeschlossenen Aktion waren mit 4765 Exemplaren erfasst wurden - 2000 mehr als im Vorjahr. Die Tiere wandern übrigens in Richtung jenes Gewässers, in dem sie selbst geboren wurden. „In diesem Fall ist das der Marxweiher, der auf Homburg-Wörschweiler Gemarkung liegt‟, skizziert Dieter Geib vom NABU Altstadt die komplizierten geographischen Verhältnisse. Der Wald, in dem die Amphibien den Rest des Jahres zubringen, gehört zu Blieskastel-Bierbach, und auch die Kirkel-Limbacher Gemarkung grenzt unmittelbar an. Von daher sei es nur folgerichtig, wenn Umweltschützer aus allen drei Gemeinden bei der Rettung mitmachen. Entsprechend der Vielzahl der erfassten Kröten, Molche und Frösche, die heil ihre Laichgründe erreicht haben und sich so fortpflanzen können, gehen die Naturschützer davon aus, dass die Zahlen in den nächsten Jahren weiter steigen werden.

Die Rückwanderung in die Tiefen des Kirkeler Waldes verläuft im übrigen weit weniger spektakulär. Es gibt dann keinen Massenauftrieb mehr, die Kröten wandern vielmehr einzeln und unauffällig zurück in ihre Quartiere. Der Krötenzaun wurde inzwischen wieder demontiert.

Text: Martin Baus, Foto: Marion Geib


Februar 2019

Vortrag am Montag, 4. Februar 2019

"Bäume - wie sie wurden, was sie sind"

in Zusammenarbeit mit der Kreisvolkshochschule Saarpfalz
Referentin: Marion Geib
Beginn: 19:00 Uhr im Schulungsraum der Feuerwehr in Altstadt am Dorfplatz

Als kleine Sämlinge starten sie ins Leben. Aufgeschlagen unterm Mutterbaum, weit vom Wind in neue Habitate verdriftet oder auch vom Menschen in die Erde gebracht, keimen die zahlreich produzierten Samen und werden nach und nach zu arttypisch geformten Bäumen. Oft brauchen sie Jahrhunderte, um zu den Baumriesen zu werden, die wir Menschen gerne bewundern, die uns Erhabenheit signalisieren und die Geschichten erzählen können. Zahlreichen Mythen und Dichtungen geben sie Nahrung; kaum eine alte Eiche hat nicht ihre eigene Legende. Wie das Wachstum unsere Bäume von statten geht, wie sich die arteigenen Merkmale von Nadel- und Laubbäumen entwickeln; wie sich die Baumriesen ernähren, auch sie müssen essen und trinken, wie sie Nachtruhe halten, welchen Krankheiten sie ausgesetzt sind und sich davor schützen und wie schließlich Überlebenswille und Tod im Baum kämpfen – davon will dieser Vortrag erzählen.

Text und Foto: Marion Geib


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Letzte Änderung: 24.10.2020