Neues Naturschutz-Projekt des NABU Altstadt: Anlage eines Mittelwaldes

Juli 2016


Der NABU Altstadt ist Eigentümer einer etwa 6.000 Quadratmeter großen Waldfläche, die Gegenstand des nächsten größeren Naturschutzprojektes werden soll.

Geplant ist die Simulation eines sogenannten Mittelwaldes. Dessen zentrale Elemente sind bereits bejahrte Eichen, deren Umfeld einer nachhaltigen, behutsamen Nutzung nach historischem Vorbild unterzogen werden soll. Durch die flächendeckende Pflanzung von Hainbuchen wird der Lichteinfall reguliert, so dass sich eine ganz eigene, inzwischen seltene Artenstruktur entwickeln kann. Diese Art der Waldbewirtschaftung war in vorindustrieller Zeit absolut gängig, ist heute aber weitgehend verschwunden. Erst einmal ausgebildet, werden die Hainbuchen dann regelmäßig geschnitten - klingt zunächst paradox, ist aber der Kern des Projekts. Die Hainbuchen treiben wieder aus und verdichten das Unterholz zu einer speziellen Art Biotop. Klassisch wurden solche Wälder in 20 Teile gesplittet, um dann Jahr für Jahr partiell und sukzessive „beerntet“ zu werden. Allein die stetig zunehmenden Eichen bleiben unberührt; sie wie ihre Bodenflora werden regelmäßig komplett besonnt, und Arten, die sich genau auf solche Strukturen spezialisiert haben, werden gefördert. Vorgesehen ist, binnen drei Jahren etwa 1.000 Hainbuchen zu pflanzen.

Pflanzung und nachfolgende Pflege werden vom NABU Altstadt wie gewohnt ehrenamtlich geleistet.


 


zurück
Letzte Änderung:25.07.2016